SnT: Ausgezeichnete Wissenschaft, wirkungsvolle Partnerschaften
Das interdisziplinäre Zentrum für Sicherheit, Zuverlässigkeit und Vertrauen (SnT) der Universität treibt die Datenwirtschaft Luxemburgs mit wissenschaftlich fundierten Lösungen für datenbezogene geschäftliche Herausforderungen an.
Das Interdisziplinäre Zentrum für Sicherheit, Zuverlässigkeit und Vertrauen (SnT) wurde 2009 als erstes interdisziplinäres Zentrum der Universität Luxemburg mit einer klaren Vision gegründet: eine entscheidende Rolle in Luxemburg zu spielen, indem F&E-Investitionen gefördert werden, was zu Wirtschaftswachstum und hochqualifiziertem Talent führt.
Wir verbinden exzellente Forschung mit der Zusammenarbeit mit der Industrie.
Carlo Duprel, SnT
"Universitäten werden immer noch beschuldigt, isolierte Elfenbeintürme zu sein, und manchmal zu Recht. Das SnT zeichnet sich jedoch durch seine starke Beteiligung am lokalen Ökosystem aus. Wir verbinden exzellente Forschung – die Universität Luxemburg gehört zu den weltweit 150 führenden Universitäten für Informatik und Top 10 für Software-Engineering-Forschung – mit der Zusammenarbeit mit der Industrie", unterstreicht Carlo Duprel, Leiter des Technologietransfers des Zentrums. Die Schwerpunktforschungsbereiche, Fintech, Weltraumsysteme, Cybersicherheit und autonome Systeme, spiegeln Sektoren von zentraler strategischer Bedeutung für die nationale Wirtschaft wider.

Ein Win-Win-Modell für strategische Partnerschaften
Das Partnerschaftsprogramm von SnT, das heute über 65 Partner umfasst, steht im Mittelpunkt dieses Vorhabens. Das kollaborative, nachfrageorientierte Forschungsmodell basiert auf strategischen Partnerschaften, die sowohl Forschenden als auch Industriepartnern einen Mehrwert bieten. "Während unsere Partner ihre geschäftlichen Herausforderungen lösen wollen, wollen wir marktrelevante Forschung betreiben, die zu wissenschaftlichen Veröffentlichungen führt", sagt Dr. Duprel. "Unser einzigartiges Modell ermöglicht es uns, beides zu erreichen. Wir engagieren uns nur in Kooperationen, die für uns ein echtes wissenschaftliches Interesse haben und bei denen wir unseren Partnern wirklich nützlich sein können."
Der Umfang des Programms reicht von der Entwicklung von Technologiekonzepten bis zur Prototypendemonstration. "Ein typisches kollaboratives Projekt dauert drei Jahre, und in vielen Fällen benötigen unsere Partnerunternehmen nur wenige zusätzliche Monate, um das Konzept zu verfeinern, bevor sie es kommerzialisieren können", erklärt Barbara Grau, Partnership Development Officer von SnT. Sie beschreibt das Kollaborationsmodell als eine Win-Win-Beziehung. "Unsere Partner haben Zugang zu modernster Technologie, hochqualifizierter Expertise und konkreten Projektergebnissen. Im Gegenzug verschaffen sie uns Zugang zu Daten und ermöglichen es uns, unsere Forschung in realen Umgebungen zu testen."
Während unsere Partner ihre geschäftlichen Herausforderungen lösen wollen, wollen wir marktrelevante Forschung betreiben, die zu wissenschaftlichen Publikationen führt. Unser einzigartiges Modell ermöglicht es uns, beides zu erreichen.
Carlo Duprel, SnT
Die meisten Projekte basieren auf einem 50-50-Modell, bei dem jeder Partner 50 % der Kosten trägt und die Projektergebnisse gemeinsam verwaltet werden. Viele Projekte erhalten eine Mitfinanzierung vom Staat oder vom Luxemburger Nationalen Forschungsfonds.
SnT arbeitet mit verschiedenen Partnertypen zusammen, von großen Industriegruppen und Finanzinstituten bis hin zu KMU, Start-ups und öffentlichen Einrichtungen. Zu den Kooperationen gehört beispielsweise ein Projekt mit der Privatkundenbank BGL BNP Paribas, das darauf abzielt, ein KI-Metamodell-Tool zu entwickeln, um KI-Lösungen in einem sich schnell verändernden finanziellen, regulatorischen und wirtschaftlichen Umfeld effektiv zu überwachen. Ein weiteres Projekt mit dem elektromechanischen Lösungsentwickler Cebi Group hatte zum Ziel, Industrie-4.0-Lösungen in ihrer Produktionslinie zu implementieren. "Viele Partnerschaften sind wiederkehrend: Sobald eine Zusammenarbeit endet, wollen unsere Partner die nächste starten", sagt Frau Grau.
Entwicklung von Talenten für die Datenökonomie
Eine solche erfolgreiche Zusammenarbeit entsteht nicht zufällig. "Wir legen großen Wert darauf, Menschen einzustellen – sowohl Professoren als auch Doktoranden –, die ein echtes Interesse haben, mit der Industrie zusammenzuarbeiten", weist Dr. Duprel darauf hin. Die Doktoranden, die an gemeinsamen F&E-Projekten beteiligt sind, verbringen typischerweise die Hälfte ihrer Zeit bei SnT und die andere Hälfte auf dem Gelände des Partners, was dazu beiträgt, ihnen ein tiefes Verständnis der geschäftlichen Bedürfnisse zu vermitteln.
"Die Doktoranden, die unter der Betreuung erfahrenerer Forscher arbeiten, sind ein Haupterfolgsfaktor", sagt Frau Grau. "Wir stellen für jedes Projekt einen Doktoranden mit einem Profil ein, das zu den spezifischen F&E-Themen passt. Der Auswahlprozess erfolgt gemeinsam mit dem Partner."
Die Doktoranden, die unter der Betreuung erfahrenerer Forscher arbeiten, sind ein Haupterfolgsfaktor.
Barbara Grau, SnT
"Heute haben wir etwa 200 Doktoranden aus über 50 verschiedenen Ländern, von denen die Hälfte an Gemeinschaftsprojekten arbeitet. Etwa 40 % von ihnen wohnen in Luxemburg. In vielen Fällen sind die Unternehmen so zufrieden mit den Doktoranden, dass sie sie erst nach Projektabschluss und Abschluss ihrer Promotion einstellen", sagt Dr. Duprel. "Das bedeutet, dass SnT auch mit einem stetigen Zustrom hochqualifizierter Talente zur Luxemburger Datenwirtschaft beiträgt."
Fotocredits: Luxinnovation/Jessica Theis