Die EU passt das KI-Gesetz an und legt neue Konformitätsdaten für 2027 fest

Die EU hat eine vorläufige Vereinbarung getroffen, um das KI-Gesetz zu vereinfachen, die administrativen Belastungen zu verringern und neue Fristen für die Einhaltung der Vorschriften für 2027 und 2028 festzulegen.

Emilio Naud
15/05/2026
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Am 7. Mai wurde von den EU-Mitgesetzgebern eine mit Spannung erwartete vorläufige Vereinbarung zum AI Omnibus erzielt, die Unternehmen mehr Klarheit über den Weg zur Einhaltung des AI-Gesetzes verschafft. Dieses Abkommen, Teil des umfassenderen 'Omnibus VII'-Pakets, ändert mehrere Aspekte des ursprünglichen KI-Gesetzes, um dessen Umsetzung praktischer zu machen und die Rechtssicherheit sowie Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Das 'Omnibus VII'-Paket enthält außerdem eine zweite Verordnung, den Data Omnibus, die darauf abzielt, Definitionen zu harmonisieren und doppelte Berichtspflichten in der EU-Datengesetzgebung zu reduzieren und noch in Verhandlungen ist.

Wichtige Änderungen und neue Compliance-Fristen

Die Vereinbarung führt mehrere wichtige Anpassungen vor und legt einen überarbeiteten, vorhersehbareren Zeitplan fest, damit Unternehmen sich anpassen können.

Neue Compliance-Zeitpläne: Die Fristen für hochriskante KI-Systeme wurden verlängert. Unternehmen müssen nun bis zum 2. Dezember 2027 für eigenständige Hochrisikosysteme und bis zum 2. August 2028 für Hochrisikosysteme, die in regulierte Produkte eingebettet sind, einhalten. Eine frühere Frist am 2. Dezember 2026 bleibt für Transparenzverpflichtungen im Zusammenhang mit KI-generierten Inhalten.

Geschäftsverpflichtungen und Verbote: Die Regeln wurden verfeinert. Die Verwendung spezieller Kategoriedaten (z. B. Gesundheits- oder biometrische Daten) zur Erkennung und Korrektur von Verzerrungen ist nun nur noch nach einem "strengen Notwendigkeitsstandard" erlaubt. Zur Transparenz wurde die Verpflichtung bestätigt, befreite KI-Systeme in der EU-Datenbank zu registrieren. Zusätzlich wurde ein neues Verbot eingeführt, nicht einvernehmliche intime Inhalte mit KI zu erstellen.

Sektorspezifische Klarstellung: Ein neuer Mechanismus wird regulatorische Überschneidungen zwischen dem KI-Gesetz und anderen sektoralen Gesetzen, wie etwa für Maschinen oder Medizinprodukte, verhindern. Zur Unterstützung dessen ist die Europäische Kommission nun damit beauftragt, spezifische Richtlinien zur Umsetzung zu geben.

Governance und Unterstützung: Die Einführung von regulatorischen Sandboxen, die Unternehmen helfen sollen, ihre KI-Systeme in einer kontrollierten Umgebung zu testen, ist nun für August 2027 geplant. Auch die Rolle und Verantwortlichkeiten des zentralen KI-Büros wurden weiter klargestellt.

Eine strategische Chance für luxemburgische Unternehmen

Für Unternehmen in Luxemburg ersetzt diese Vereinbarung die Unsicherheit durch einen klareren, wenn auch verlängerten, Zeitrahmen. Die neuen Fristen sind kein Grund zur Verzögerung, sondern eine strategische Gelegenheit zum Handeln. Die RE.M.I. (Regulation Meets Innovation)-Initiative (ein gemeinsames Projekt der Luxemburger KI-Fabrik und CNPD) hilft luxemburgischen Unternehmen, sich durch praktische Werkzeuge und Ressourcen in der sich wandelnden KI-Regulierungslandschaft zurechtzufinden. Die Umfrage zur KI-Bereitschaft und -Konformität in Luxemburg 2026 bietet einen konkreten Ausgangspunkt, um zu bewerten, wo ein Unternehmen steht.

Auf diese Erkenntnisse zu reagieren ist der entscheidende nächste Schritt. Die Luxembourg AI Factory ist die wichtigste lokale Ressource für diese Reise und bietet Programme an, um Umfrageergebnisse in einen konkreten Aktionsplan zu übersetzen. Während die verlängerten Fristen zusätzliche Zeit zur Vorbereitung bieten, bieten sie auch ein wertvolles Zeitfenster. Diese Zeit zu nutzen, um die Einsatzbereitschaft zu bewerten und sich mit lokalen Unterstützungsprogrammen zu beschäftigen, ist eine solide Strategie – nicht nur zur Einhaltung der Compliance, sondern auch zur Positionierung im sich wandelnden Umfeld der regulierten KI.

 

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