Absicherung von KI: Cybersicherheit im KI-Zeitalter

Während KI Cyberrisiken neu gestaltet, untersuchten Experten auf der SCynergy 2026, wie Europa Sicherheit, Vertrauen und digitale Autonomie stärken kann.

28/05/2026
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Während künstliche Intelligenz (KI) die Innovation beschleunigt, transformiert sie sowohl Cyberbedrohungen als auch Verteidigungsstrategien. Auf der SCynergy 2026 untersuchten Experten aus dem luxemburgischen Ökosystem, wie Organisationen sich an zunehmend komplexe Risiken anpassen und gleichzeitig Vertrauen in digitale Systeme bewahren können.

Wie KI Cyberbedrohungen transformiert

Da die Cyberkriminalität pro Jahr voraussichtlich 10 Billionen Dollar erreichen wird, wird die KI-Cybersicherheit zu einer der größten wirtschaftlichen Herausforderungen. Das erfordert eine Veränderung der Denkweise. Wie Luka Pace Bonello, Information Security Manager bei Jetfly Aviation, feststellte, muss Cybersicherheit "eine Erweiterung bestehender Abläufe werden" und vollständig in den täglichen Prozess integriert werden.

Vom Systemschutz zur Entscheidungsintegrität

Im Finanzsektor hob Sabika Ishaq, Direktorin und CISO bei Grant Thornton Luxembourg, hervor, wie KI das Ausmaß und die Komplexität von Cyberangriffen erhöht. Kriminelle können nun mit "Präzision und Personalisierung in großem Maßstab" agieren, was gezielte Betrugs- und Phishing-Kampagnen ermöglicht. 

Diese Entwicklung hat direkte Auswirkungen auf Organisationen, die mit sensiblen Daten und Transaktionen umgehen. Wie Frau Ishaq erklärte, erweitert sich die Rolle der KI-Cybersicherheit: "Wir verteidigen nicht nur die Systeme. Wir verteidigen tatsächlich die Entscheidungsprozesse, die heute von KI angetrieben werden."

Wenn Cyberrisiko zu einem Sicherheitsproblem wird

In der Luftfahrt gehen die Einsätze über die Datensicherheit hinaus. Luka Pace Bonello erklärte, wie Cybervorfälle sich schnell zu Sicherheitsrisiken entwickeln können, wenn sie operative Entscheidungen beeinflussen.

Die Manipulation von Daten wie Wetterinformationen oder Wartungsunterlagen verursacht möglicherweise keine sofortige Störung, bringt aber Unsicherheit in Systeme, die auf Präzision angewiesen sind. "Sie haben eine gewisse Unsicherheit in ein System gebracht, das Zuverlässigkeit erfordert", sagte er und hob hervor, wie kleine Abweichungen zwischen den Operationen angesammelt werden können. 

Du solltest sicherstellen, dass du die KI kontrollierst und dass sie dich nicht kontrolliert; Hände am Lenkrad halten."  
Luka Pace Bonello, Jetfly Aviation

Verringerung der Abhängigkeit und Stärkung der Autonomie

Die Podiumsteilnehmer äußerten zudem Bedenken hinsichtlich der Abhängigkeit Europas von einer begrenzten Anzahl von Technologieanbietern. Christophe Bianco, VP Cyber Services bei Thales, warnte, dass die Region in einer sich rasant wandelnden globalen Landschaft Gefahr läuft, zurückzufallen.

"Wenn wir die Dynamik dessen betrachten, was passiert, ist meine Hauptsorge, dass wir nicht so schnell sind, wie wir sein sollten", sagte er und wies auf die Kluft zwischen technologischer Entwicklung und Europas Reaktion hin.

Für Organisationen wirft dies wichtige Fragen zur Cyberresilienz und strategischer Positionierung von KI auf, insbesondere in kritischen Sektoren.

In Luxemburg werden diese Herausforderungen durch Initiativen angegangen, die mit der nationalen KI-Strategie verknüpft sind. Emilia Tantar, Chief AI Officer beim Luxembourg House of Cybersecurity, betonte die Bedeutung des Aufbaus interner Fähigkeiten und der Reduzierung der Abhängigkeit von externen Werkzeugen: "Sie müssen Ihre strategische Autonomie aufbauen, die Autonomie Ihrer Fähigkeiten."  

Sie hob auch die Risiken einer Überabhängigkeit von scheinbar freien Technologien hervor und warnte vor einem "kostenlosen Mittagessen"-Ansatz für KI-Tools, der mit versteckten Abhängigkeiten einhergehen könnte.

Fähigkeiten aufbauen und strategisches Vertrauen

Die Diskussion kam zu dem Schluss, dass Technologie allein nicht ausreicht. Fähigkeiten, Bildung und menschliche Aufsicht bleiben unerlässlich, um sicherzustellen, dass KI-Systeme verantwortungsvoll und sicher eingesetzt werden.

Wie Christophe Bianco feststellte, müssen Organisationen mehr in Fachwissen investieren, um "tiefer in die Probleme einzutauchen" und mit dem rasanten technologischen Wandel Schritt zu halten. 

Letztlich entwickelt sich die KI-Cybersicherheit über eine technische Disziplin hinaus. Es ist zu einer Frage strategisches Vertrauens geworden, das von Organisationen verlangt, Vertrauen in ihre Systeme, Daten und Entscheidungen zu gewährleisten.

Um Organisationen auf diesem Weg zu unterstützen, bietet die Luxemburger KI-Fabrik Dienstleistungen und Möglichkeiten, vertrauenswürdige KI-Lösungen zu  entwickeln und die Cybersicherheitskompetenzen zu stärken.

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